Sonntag, 26. August 2012

[Kunst-Ausstellungen] Update: JEFF KOONS. THE SCULPTOR in der Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main

Der Ball, haltet den Ball auf...

Da schaut man vom Shop herüber und will gerade anheben zu weiteren Erklärungen im Stil: "Also da drüben kannst Du einen der berühmten Basketbälle sehen, die immer mittig in den Bassins zu schweben scheinen; eine raffinierte, aber letztlich chemisch einfache..."

Aber was ist das? Tja, da hat doch irgendwer "an der Uhr gedreht..." Der "One Ball Total Equilibrium Tank" - irgendetwas ist anders... Ja, der Ball ist nach rechts an die Glasscheibe des Bassins verrutscht - und vielleicht auch ein bißchen nach unten? Was ist bloß mit dem Basketball los - und vor allem, warum tut niemand etwas dagegen? Dieser Ball entspricht nun wirklich nicht mehr der von Koons postulierten Perfektion...

Des Rätsels Lösung kann der Betrachter u.a. auf der Website der Tate Gallery nachlesen. Die Installation aus destilliertem Wasser und Natriumchlorid verändert sich. Der Ball sinkt innerhalb von 6 Monaten langsam ab und danach muss die Flüssigkeit komplett ersetzt werden. In der Interpretation des Kunstwerks schlägt sich dieser naturwissenschaftliche Effekt als "Darstellung von Vergänglichkeit, Verletzbarkeit und zufälliger Veränderung" nieder.

Manche Veränderungen sind eben langsam, aber stetig und nur schwer aufzuhalten :)

Doppelausstellung JEFF KOONS. THE SCULPTOR und JEFF KOONS. THE PAINTER in der Schirn Kunsthalle und im Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main. Noch bis zum 23. September 2012.

Das pinkfarbene Zitat entstammt dem Abspann-Song zur Comicserie "Der rosarote Panther", im ZDF ab dem Jahr 1973; Musik von Henry Mancini, deutscher Text von Eberhard Storeck, gesungen von Gert Günther Hoffmann.

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